Vorträge
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State Anti-Intellectualism & the Politics of Gender and Race. Illiberal France and BeyondIn diesem Gastvortrag wird Éric Fassin sein neues Buch State Anti-Intellectualism and the Politics of Gender and Race (CEU Press 2024) vorstellen. Am Beispiel Frankreichs und in Kombination mit Überlegungen zur Situation in Ländern wie Brasilien, der Türkei, Russland, Ungarn und den Vereinigten Staaten bietet sein Buch eine überzeugende und sorgfältige Analyse des aktuellen Anti-Intellektualismus. Er argumentiert, dass der heutige Antiintellektualismus nicht mehr im Sinne lokaler Politik oder entlang geopolitischer Trennlinien des Kalten Krieges analysiert werden kann. Stattdessen haben wir es mit einem globalen Phänomen zu tun, das nicht auf scheinbar illiberale Regime beschränkt ist.
Fassins Buch versammelt öffentliche Interventionen, Artikel und Blogs, die Beispiele für staatlichen Rassismus, Geschlechterpolitik, Zensur und Cancel Culture in der Zeit von Präsident Sarkozy bis heute sowie direkte Angriffe auf Akademiker – sowohl aus erster Hand als auch gegen andere – untersuchen, und ist ein dringendes Plädoyer für die Bedeutung intellektueller Arbeit in einem globalen Moment des politischen Antiintellektualismus.
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Reconstrucción de la identidad a traves de lazos afiliativos en las obras de Lucía Mbomío Nsué y Deborah EkokaVortrag im Rahmen der Jahrskonferenz der African Literature Association: Bonds, Entanglements, and Social Networks in African Literatures and Cultures in Louisville, Kentucky.
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Possibilities and Limits of a Decolonized Anthropology from the Perspective of African PhilosophyIn this dialogue with renowned philosopher Souleymane Bachir Diagne, we will take up central themes in his work and connect them to ongoing conversations about anthropology and decolonization. Topics include: language and life, the postcolonial and the decolonial, Africa in/and the world, philosophy and anthropology. The session will begin with an interview and conversation with Diagne and then open the dialogue to the audience.
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The Czechoslovak Exile in Vienna (1968–1989) as a Space of DissensionIm Rahmen des Panel “Memory, Conflict and Nation-Building” der World Convention of the Association for the Study of Nationalities (ASN) 2024
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Externalisierte Unfreiheit: „The Afterlives of Slavery“ als Brennglas ungleicher FreiheitVortrag im Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
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Contradiction’s Effects
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Für Widerspruch sorgen. Impulsvortrag und GesprächDass wir in widersprüchlichen Zeiten leben, ist beinahe ein Gemeinplatz. Aber was bedeutet es, gesellschaftliche Widersprüche ernst zu nehmen? Welche Widersprüche gilt es in einer Demokratie auszuhalten – und welche nicht? Ist jede Form des Widersprechens schon emanzipatorisch – und wenn nicht, wo ziehen wir die Grenzen? Wie wird Widersprechen zu einer kollektiven, demokratischen Praxis, die sich nicht in einem „Ja, aber…“ erschöpft?
Carolin Zieringer forscht aus radikal-demokratischer und queerfeministischer Perspektive zu diesen und ähnlichen Fragen. Ausgehend von Jala Wahids Spiel mit Doppeldeutigkeiten und Emotionen möchte Carolin Zieringer ins Gespräch darüber kommen, wie wir in einer von Ausschlüssen und Gewalt durchzogenen Welt offen für Widersprüchlichkeiten und Unsicherheiten bleiben können, welche Rolle Care dabei spielt, und wann das Sorgen strukturell unmöglich ist.
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Bänkelsang to a binaural beat – The issue, the method of delivery, agnotology and the contradiction of selling ‚rodenticide‘We (Laura Ziegler & Dean E. Stephanus) invite you to think with us as we invoke the legacy of the bench singers “Bänkelsang” that were active in the region that would become Germany from at least the 17th century until the practice was banned by the Nazi’s. Acting as proto journalists, researchers and performers, the bench singers gathered news stories and histories that alerted people to what was going on, information that would have been otherwise concealed, censored and often inaccessible by the subordinate masses (class, race, gender) due to illiteracy.
We use the motif of the bench singers to revisit an old question in the humanities and political organising, how to methodologically find ways to make accessible, communicate, and share information with the mass public(s). And importantly we wrestle with the contradiction of that aim. We refer to this as our rat poison, a reference to times when bench singers of old sold rodenticide to make money for their itinerant performances. We would like to engage the ways in which real-life maintenance of the body contradicts the aims set out to liberate the body.
The talk will include links to current questions we debate as cultural workers and humans. Through the use of zine making we tease out certain topics, one example of a zine that will be presented in the talk is through the medium of biography we discuss the life of Mabel Grammer, a black journalist who played an important and little-known role in the „Brown Baby Plan“ of post-war Germany. This was a private adoption agency that arranged the adoption of over 500 Afro-German children to African-American couples, particularly in the 1950s. And then link it to a so-called ‘brown baby’ who lived a life in Germany deeply affected by race, Robert Pilatus. Pilatus was a member of the once popular Afro/Pop duo known as Milli Vanilli.
Our approach is usually dialogical. We speak in a down-to-earth manner and encourage all participants to feel free, to question or challenge us, to add or think with us throughout the talk.
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Hoffnung in hoffnungslosen ZeitenProf. John Holloway ist bekannt für seine einflussreichen Schriften zur Erneuerung marxistischer Theorie, zum Verhältnis von Staat und Kapitalismus und Formen anti-kapitalistischer Kämpfe. Dazu gehören die Bücher Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen (2002), das international großen Anklang fand und mittlerweile in elf Sprachen übersetzt wurde, sowie Kapitalismus Aufbrechen (2010). Gemeinsam mit seinem neusten Buch Hope in Hopeless Times (2022) sind diese nun zu einer Trilogie geworden.
Mit seinem neusten Buch widmet sich John Holloway der Formulierung eines Verständnisses von Hoffnung gegen die scheinbar unaufhaltsame Zerstörung unserer Welt, auf die wir zurasen. Dabei versteht er diese Hoffnung in unserem „Reichtum“ begründet; ein Reichtum, der sich nicht auf Geld und Profit reduzieren lässt, sondern als „überfließende“ [overflowing] Kreativität verstanden werden soll, die radikale gesellschaftliche Veränderungen ermöglichen kann und daher eine Quelle der Hoffnung ist. „Reichtum gegen Geld: dieser Kampf wird über die Zukunft der Menschheit entscheiden“.
Der Vortrag wird gemeinsam vom Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, Worlds of Contradiction (WoC), dem DFG-Graduiertenkolleg Contradiction Studies und dem Fachbereich 09 veranstaltet und findet im Rahmen der Ringvorlesung „Herausforderung Klimawandel – kulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Leben in einer bedrohten Welt“ und als Teil des Kolloquiums für Politische Theorie „Wilde Theorie“ statt. Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten, mit Q&A auf Deutsch und Englisch.
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Zwischen Linguistik, Widersprüchen und Feminismus. Ein Werkstattbericht zum Promotionsprojekt Abtreibung – Diachronie eines GegendiskursesGastvortrag im Rahmen des Seminars „Sprache, Wissen, Macht in biomedizinischen Diskursen“ (Prof. Dr. Constanze Spieß und Lesley-Ann Kern)